Hypnose Hamburg

Schwierige Kindheit

Jede Kindheit birgt Licht und Schatten. Allerdings sind die positiven Aspekte der eigenen Kindheit für Menschen, die als Erwachsene noch unter den Folgen einer schwierigen Kindheit kaum zu spüren, zumindest am Anfang der Therapie. Die Belastungen der Vergangenheit hängen wie eine dunkle Wolke über einem und verdecken den Blick auf die Sonne, die unser Herz wärmen könnte. Dass unverarbeitete belastende Ereignisse verhindern, dass wir uns als Erwachsene wirklich glücklich fühlen, ist völlig normal. Denn wie wir uns fühlen - jetzt im Moment- stellt immer die Summe aus den bisher gemachten Erfahrungen und den damit verbundenen Gefühlen und dem aktuellen Moment dar. Es ist also durchaus möglich, dass wir „alles haben“ um glücklich zu sein, es dennoch nicht sind. Denn wir tragen unsere Vergangenheit in uns. In Form der freudvollen Momente, wie auch in Form der Momente, die für uns schlimm waren und sich in unserem Emotionsgedächtnis festgesetzt haben. Zwei von fünf wichtigen Faktoren, wieso wir belastende Situationen nicht regelrecht verarbeiten und damit hinter uns lassen können sind die Stärke des wahrgenommenen Gefühls und die Wiederholung des Gefühls. Meist sind beide Faktoren erfüllt. Macht zum Beispiel ein Mädchen die Erfahrung, dass ihre Mutter schwach ist und sie die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister übernehmen muss, dann wird das Mädchen im Laufe ihrer Kindheit immer wieder starke Angst verspüren, der Situation nicht gewachsen zu sein. Durch die Überforderung, die damit einhergeht, die Mutterrolle als Kind übernehmen zu müssen, wird die Angst immer wieder gespürt. Dadurch prägt sich im Laufe der Kindheit das Gefühl der Angst immer stärker in dem Mädchen ein. Auch als erwachsene Frau wird dann das Gefühl der Angst gespürt, auch dann wenn die beschriebene Person im Laufe ihres Lebens die Fähigkeiten entwickelt hat, im großen und ganzen den Anforderungen des Lebens alleine gerecht zu werden und sie von ihrem Umfeld für „stark“ gehalten wird. Um auch den Männern, die diesen Text lesen gerecht zu werden: Wenn man als Junge immer wieder einem cholerischen Vater ausgesetzt ist, dann wird durch die Intensität und die Wiederholung der Brüll- und Wutattacken des Vaters das Gefühl Angst und Minderwertigkeit in das Emotionsgedächtnis eingeschliffen. Als Erwachsener wird man dann vermehrt Angst vor dominant auftretenden männlichen Personen haben, die die Ängste vor dem Vater reaktivieren.

Zwei wichtige Punkte für das Einbrennen von negativen Gefühlen in unser kindliches Gedächtnis sind also die Intensität und die Wiederholung des Gefühls. Da wir im Regelfall über Jahre hinweg mit unseren Eltern zusammenleben sind diese beiden Faktoren bei den allermeisten Konstellationen erfüllt.

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