Hypnose Hamburg

Die Kindheit - Fundament des Lebens

Wenn man sich sein Leben als ein Haus vorstellt, dann bildet die erste Phase des Lebens, nämlich unsere Kindheit, das Fundament des Hauses. Die von uns während der Kindheit gemachten Erfahrungen sind sehr prägend für unsere Wahrnehmung der Welt und unser emotionales Empfinden. Ein stabiles Fundament entsteht hauptsächlich durch einen gesunden Bezug zu beiden Elternteilen, emotionale Wertschätzung, ein gesundes Maß an Eigenverantwortung und Entwicklung von Selbstwirksamkeit sowie Abgrenzung und Befriedigung von persönlichen Bedürfnissen. Je stabiler das Fundament ist, desto wahrscheinlicher ist das Entstehen eines stabilen Hauses, sprich eines psychisch gesunden Lebens.

Viele Patienten die später in ihrem Leben emotionale Probleme haben oder Schwierigkeiten haben, den Anforderungen des Lebens gerecht zu werden, besitzen kein stabiles Fundament und sind daher anfälliger für das Auftreten von psychischen Problemen. Tatsächlich sind viele Probleme der Patienten, die ich in meiner Praxis für Hypnose in Hamburg sehe, auf emotionale Thematiken aus der Kindheit zurückzuführen. Häufig handelt es sich hierbei um emotionale Konflikte oder Verletzungen die von den Eltern auf ihre Kinder übertragen werden. Leider waren früher psychotherapeutische Behandlungen eher selten, Probleme wurden totgeschwiegen und verursachten dadurch noch mehr Probleme in den Familien. Auch die emotionale Inkompetenz vieler Familienväter, die ihre Familien mit Strenge führten ohne für einen emotionalen Rückhalt zu sorgen, trug zu einer Verschärfung der Probleme bei. Glücklicherweise hat sich das klassische Bild des Mannes weiterentwickelt und immer mehr Männer entdecken das Feld der emotionalen Kompetenz. Es entsteht mehr Bewusstsein dafür, dass es nicht ausreicht als Familienvater Summe X nach Hause zu bringen ohne sich um seine eigenen emotionalen Belange und die emotionalen Belange der Familie zu kümmern. Obwohl eine deutliche Verbesserung im Bereich der emotionalen Kompetenz stattfindet, leiden immer noch viele Menschen an den emotionalen Umständen die sie während ihrer Kindheit durchlaufen mussten.

Viele Therapien zielen darauf ab, den Patienten bewusst zu machen was in ihrer Kindheit alles schief gelaufen ist, um Trauerphasen einzuleiten und das Bewusstsein für die eigene Gefühlswahrnehmung zu verbessern. Vielfach wird dabei auch den Eltern schuld zugesprochen um emotionale Bindungen zu lösen. Ich bin der Meinung, dass diese klassischen therapeutischen Therapieansätze häufig am eigentlichen Ziel vorbeigehen und dabei zum Teil auch Schaden anrichten können. Ein Patient der aufgrund einer chronischen rezidivierenden Depression über ausgeprägte Erfahrungen mit ambulanten und stationären psychotherapeutischen Einrichtungen gemacht hatte, sagte mir im Laufe der Hypnosebehandlung, dass ihm an der Hypnose gefalle, dass man als Mensch nicht klein gemacht werde wie bei anderen Therapieformen. Bei diesen würden die Patienten soweit „zerlegt“, bis sie keine Kraft mehr hätten sich gegen die Konfrontation mit den eigenen Gefühlen zu wehren. Er bemerkte, dass die Behandlung mit Hypnose zwar sehr intensiv sei, aber dass er dabei niemals das Gefühl der Überforderung oder Hoffnungslosigkeit verspürt habe, sondern im Gegenteil aus jeder Sitzung gestärkt herausgegangen sei. Meine Überlegung ist die, dass es einem Menschen auch schaden kann wenn dieser in einer Lebenskrise von seinem Therapeuten noch vor Augen geführt bekommt, wie verkorkst seine Kindheit gewesen ist, ohne wirkliche emotionale Heilung zu erfahren. Auch Schuldzuweisungen gegenüber den Eltern bringen die meisten Patienten nicht zu einer emotionalen Ausheilung, sondern stärken eher die Sichtweise aus der Opferrolle anstatt Möglichkeit zur Veränderung zu bringen.

Wenn man Menschen wirklich helfen möchte ihre emotionalen Probleme abzuarbeiten, dann muss man metaphorisch gesprochen mit ihnen gemeinsam an das Fundament des Hauses gehen und dort aufräumen. Mit einem guten Hypnosetherapeuten haben die Menschen wirklich die Chance, gemeinsam die Treppe hinabzusteigen, die in den Keller des Hauses zum Fundament führt. Was dort unten im Keller in den einzelnen Räumen wartet ist sehr unterschiedlich und abhängig von der Lebensgeschichte des Einzelnen.

In den einzelnen Hypnosesitzungen sucht man dann als Patient unter der sicheren Führung des Hypnosetherapeuten die einzelnen Räume auf und beginnt dort unten mit einer großen Aufräumaktion. Man begegnet bestimmten Gefühlen, Personen und Situationen und macht in jeder etwas mehr Klarschiff. Nach dem Aufräumen gehen wie von alleine die Fenster auf, Licht kommt rein, so dass alles wieder heller und freundlicher wird. Ein stabiles Fundament entsteht. Nach einer gewissen Anzahl von Sitzungen fällt den meisten Menschen dann auf, dass sich nicht nur im Keller und am Fundament etwas getan hat, sondern dass das ganze Haus auf einmal stabiler und schöner wird. Auf einmal tun sich neue Räume auf und man entdeckt, dass das eigene Haus immer größer und heller wird.

Das Schöne an der Hypnosetherapie ist, dass man auch mit alten Gefühlen komplett aufräumen kann und so zu seiner eigenen emotionalen Genesung beiträgt. Damit unterbricht man die Weitergabe von Neurosen an die nächste Generation und macht es seinen Kindern leicht, selbst ein Haus mit einem stabilen Fundament zu entwickeln. Da man als Mensch in seiner Familie oder seinem sozialen Umfeld immer ein Rad eines größeren Systems ist, trägt die eigene Genesung wie bei einem Ketteneffekt auch zu einem höheren Wohlergehen der einen umgebenden Menschen bei. Jede Einzelbehandlung mit Hypnose ist somit immer auch eine systemische Behandlung und trägt so zu der Entwicklung gesunder sozialer Verhältnisse bei.


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